Resident Evil: Requiem: Capcom und Sony erläutern Einsatz des verbesserten PSSR
12.06.26 - Resident Evil: Requiem (PS5, Xbox Series, Switch 2, PC) war das erste Spiel, das die überarbeitete Version von Sonys KI-Upscaling-Technologie PSSR nutzte. In einem Interview mit Automaton erläuterten Vertreter von Capcom und Sony Interactive Entertainment die technischen Neuerungen hinter dem Survival-Horror-Spiel sowie die Gründe für die frühe Einführung der neuen Technologie.
Capcom hat für Requiem mehrere zentrale Bereiche der RE Engine weiterentwickelt. Besonders auffällig sind die Verbesserungen bei der Haardarstellung. Während frühere Spiele auf fest definierte Haarauflösungen angewiesen waren, passt das System die Detailstufe jetzt automatisch an die Entfernung zur Kamera an. Dadurch wirken Haare natürlicher und geschwungener, gleichzeitig sinkt der Rechenaufwand. Auch das Simulationssystem für Haare wurde vollständig überarbeitet und soll Künstlern mehr Kontrolle bieten.
Darüber hinaus erhielt die Charakterdarstellung umfangreiche Verbesserungen: Haut, Augen, Haare und Zähne werden detaillierter gerendert. Laut Masaru Ijuin - Senior Manager, Engine Development Support Section, R&D Foundational Technology Department bei Capcom - sorgen optimiertes Subsurface Scattering, ein neuer Visibility Buffer, verbesserte Textur-Streaming-Techniken sowie neue Simulationsmethoden für Effekte wie Wasseroberflächen für höhere Bildqualität bei gleichzeitig besserer Leistung.
Senior Principal Product Manager Toshimasa Aoki von Sony bezeichnet die neue Version von PSSR als den wichtigsten Fortschritt der PS5 Pro: Hinzu kommen stärkere Raytracing-Fähigkeiten, eine höhere Grundleistung der Hardware sowie ein CPU-Boost-Modus, der in CPU-limitierten Szenarien höhere Bildraten ermöglichen soll.
Aoki erklärte, dass das Original PSSR zwar positiv aufgenommen wurde, Entwickler und Spieler jedoch Verbesserungen bei der Bildstabilität in dynamischen Szenen gefordert hätten. Deshalb wurde das neuronale Netzwerk im Rahmen des gemeinsamen Projekts Amethyst von Sony und AMD überarbeitet. Auch Trainingsdaten und Trainingsmethoden wurden angepasst, um schwierigere Spielsituationen besser verarbeiten zu können. Trotz unveränderter Hardware-Ressourcen soll die neue Version dadurch sichtbar bessere Ergebnisse liefern.
Resident Evil Requiem erhielt den Vorzug bei der Einführung des neuen PSSR, weil Sony den Spielern die Vorteile der Technologie möglichst früh zugänglich machen wollte. Nach Gesprächen mit Capcom wurde der Zeitplan angepasst, so dass die neue Version bereits zum Marktstart des Spiels verfügbar sein konnte.
Quelle: https://gamefront.de