Angst um Massas Augenlicht

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    • Angst um Massas Augenlicht

      Von Petra Wiesmayer 27.07.2009 17:34:37

      Die Ärzte bestätigen, dass Felipe Massas Heilungsprozess weiter gut verläuft. Sorgen bereitet aber noch sein verletztes linkes Auge.
      Felipe Massa liegt in Budapest noch immer im künstlichen Koma im Krankenhaus. Die Ärzte traten aber vor die Mikrofone der Journalisten und gaben ein neues Update über den gesundheitszustand des Ferrari-Piloten. Massas Zustand sei nicht mehr lebensbedrohlich, wenn auch kritisch, aber stabil, erklärte Doktor Robert Veres. Die Operation am Samstag habe drei Stunden gedauert und man habe dabei die Wunde gereinigt, einen Knochensplitter in der Augenhöhle entfernt, den Knochen aufgefüllt und die Wunde wieder geschlossen.
      Bis auf Weiteres werde der Brasilianer noch im künstlichen Koma gehalten um die Heilung zu unterstützen und Massa unnötige Schmerzen zu ersparen. Es gäbe aber gute Anzeichen für eine komplikationslose Heilung, sagte Veres weiter, gab aber zu, dass man genaue Prognosen noch nicht treffen könne. «Er hat die Augen noch nicht öffnen können. Als er wach war, ging es nur darum, ob er seine Gliedmassen bewegen kann und auf seine Umgebung reagiert.» Sprechen könne Massa noch nicht, sagte Veres, das läge aber am künstlichen Koma, aber er habe auf Fragen mit Kopfnicken oder -schütteln reagiert.
      Komplikationen könnten trotzdem jederzeit auftreten, warnte Veres, aber man sei guter Hoffnung, dass das nicht passieren werde. «Wir haben eine leichte Hirnquetschung festgestellt und es gibt Anzeichen für eine Hirnschwellung. Eine Schwellung ist bei einer derartigen Verletzung aber typisch, darüber machen wir uns keine Sorgen.»

      Wie lange Massa noch auf der Intensivsation bleiben müsse, könne er noch nicht sagen. «Die Spezialisten analysieren und bewerten die Situation jeden Tag neu und dann treffen wir eine Entscheidung. Ich hoffe aber, dass es in den nächsten Tagen soweit sein wird.» Auf die Frage, wann oder ob überhaupt Massa wieder Rennen fahren könne, sagte Veres: «Ich weiss es nicht. Es ist noch zu früh, dazu etwas zu sagen. Ich gehe davon aus, dass er wieder normal laufen kann, wann oder ob er Rennen fahren wird, kann ich nicht sagen. Diese Saison aber wohl nicht mehr.»

      Sorgen bereitet den Ärzten auch noch Massas verletztes linkes Auge, das möglicherweise Schaden genommen hat. Untersuchungen hätten gezeigt, dass der Augennerv in Mitleidenschaft gezogen worden sei, bestätigte Veres. Den genauen Schaden könne man aber erste feststellen, wenn der 28-jährige seine Augen wieder ganz öffnen könne. «Es ist unmöglich, zu diesem Zeitpunkt etwas über Folgeschäden zu sagen. Es ist gut möglich, dass keine bleiben, aber wir werden das peu à peu herausfinden. Wir sehen die Fortschritte von Tag zu Tag, oder auch von Monat zu Monat.»

      Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo, der Massa heute im Krankenhaus gesehen hat, meinte das Wichtigste sei jetzt, dass er wieder ganz gesund werde und erklärte, über die Frage, wer den Brasilianer bei den nächsten Rennen ersetzen soll, werde man später nachdenken. «Ich hoffe, dass wir nicht allzu lange auf Felipe warten müssen.»

      Quelle motorsport-aktuell.com/index.html